Kaum ein Technologiethema sorgt in der Spielebranche derzeit für so viele Diskussionen wie der Einsatz generativer KI. Auch Larian Studios, bekannt für erzählerisch starke Rollenspiele, gerät zuletzt in den Fokus. Auslöser sind Hinweise auf interne Tests mit KI-Tools bei frühen Arbeiten am nächsten Divinity-Projekt.

Dabei geht es nicht um fertige Spielinhalte, sondern um sehr frühe Phasen der Entwicklung. Interne Materialien deuten darauf hin, dass generative Systeme für Konzeptgrafiken und erste Textentwürfe geprüft wurden. Diese Informationen verbreiten sich schnell und lösen Diskussionen über kreative Verantwortung und künstlerische Kontrolle aus.

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Larian reagiert zeitnah und stellt öffentlich klar, wie das Studio künftig mit der Technologie umgehen will. Die Botschaft fällt deutlich aus – und soll zugleich beruhigen.

„Nicht der kreative Kern“ – Larian zieht eine Grenze

In einem internen Update, das öffentlich thematisiert wird, macht das Studio unmissverständlich klar: Der Einsatz generativer KI für Divinity in der angedachten Form findet nicht statt. Weder Story noch Welt oder Figuren sollen durch automatisierte Systeme entstehen.

Larian betont, dass das kreative Fundament der Reihe vollständig in den Händen der Entwickler bleibt. Die erzählerische Identität, für die das Studio bekannt ist, gilt weiterhin als unantastbar. Automatisierte Systeme sollen keinen Einfluss auf Stil, Ton oder inhaltliche Ausrichtung nehmen.

Gleichzeitig grenzt das Studio die Diskussion bewusst ein. Wenn von möglicher Unterstützung durch KI gesprochen wird, meint Larian ausschließlich technische oder organisatorische Bereiche. Dazu zählen Aufgaben, die den Entwicklungsfluss erleichtern, ohne kreativ prägend zu sein. Die Technologie soll helfen, nicht ersetzen.

Zwischen Rückzug und Offenheit: KI bleibt ein Werkzeug

Trotz des klaren Stopps für kreative Anwendungen schließt Larian künftige Experimente nicht grundsätzlich aus. Das Studio sieht langfristig Potenzial in KI-gestützten Werkzeugen, sofern diese präzise gesteuert werden und klar definierte Aufgaben erfüllen.

Entscheidend bleibt für Larian die Kontrolle. KI darf Prozesse beschleunigen oder strukturieren, aber niemals die Handschrift des Teams verwässern. Diese Haltung knüpft direkt an frühere Aussagen der Studioleitung an, die bereits in anderen Zusammenhängen deutliche Worte zu KI-Vorwürfen fand.

Für das nächste Divinity bedeutet das vor allem eines: Die kreative Vision bleibt vollständig beim Entwicklerteam. Neue Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie das Spielerlebnis indirekt verbessern, ohne Einfluss auf Atmosphäre, Storytelling oder Weltgestaltung zu nehmen.

FAQ: KI bei Larian Studios & Divinity

Setzt Larian Studios generative KI im nächsten Divinity ein?
Nein. Der Einsatz generativer KI für kreative Inhalte wie Story, Dialoge oder Weltgestaltung wurde ausdrücklich gestoppt.

Wofür könnte KI bei Larian dennoch genutzt werden?
Laut Studio ausschließlich für technische oder organisatorische Aufgaben, die nicht Teil des kreativen Kerns sind.

Beeinflusst KI die erzählerische Identität von Divinity?
Nein. Larian betont, dass Stil, Atmosphäre und Story vollständig von Menschen entwickelt werden.

Ist der Einsatz von KI in Zukunft komplett ausgeschlossen?
Nicht grundsätzlich. Larian zeigt sich offen für kontrollierte Experimente, solange KI nur unterstützend wirkt.

Warum reagierte das Studio so schnell auf die Diskussion?
Die Debatte um KI ist sensibel. Larian wollte früh klarstellen, wo die eigenen Grenzen liegen und Missverständnisse vermeiden.

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