Seit Jahren zählt Bloodborne zu den meistgewünschten Kandidaten für ein Remake oder zumindest ein technisch modernisiertes Update. Die Markenrechte liegen bei Sony, das wirtschaftliche Potenzial gilt als hoch, und mit Bluepoint Games steht ein Studio bereit, das sich auf hochwertige Neuauflagen spezialisiert hat.

Doch genau dieses Projekt kommt nie über die Pitch-Phase hinaus. Wie Branchenberichte nahelegen, legt FromSoftware Anfang 2025 ein klares Veto ein. Ausschlaggebend ist nicht Technik oder Budget, sondern die kreative Kontrolle über eines der prägendsten Werke des Studios.

„Zu glatt, zu westlich“: Miyazakis Kritik am Remake-Ansatz

Im Zentrum der Entscheidung steht Hidetaka Miyazaki, der Bloodborne intern als sein persönlichstes Projekt betrachtet. Laut Berichten aus dem Umfeld von Industry Chatter, über die der Leaker NateTheHate spricht, ist FromSoftware bereits mit dem Demon’s Souls-Remake unzufrieden.

Zwar liefert Bluepoint technisch überzeugende Arbeit ab, doch das Artdesign stößt intern auf Kritik. Die Neuauflage glättet laut FromSoftware die ursprüngliche Bildsprache und ersetzt eigenwillige, japanisch geprägte Motive durch vertraute westliche Fantasy-Elemente. Für Miyazaki ist genau das ein Kernproblem. Bloodborne lebt von seiner verstörenden Ästhetik und der bewussten Irritation – Eigenschaften, die sich nicht einfach modernisieren lassen, ohne an Wirkung zu verlieren.

Entsprechend blockiert FromSoftware den Ansatz frühzeitig. Ein extern entwickeltes Remake, das die visuelle Identität verändert, kommt für das Studio nicht infrage – unabhängig davon, wie sauber Technik und Performance ausfallen.

Das Ende von Bluepoint – und was es für Bloodborne bedeutet

Die Folgen dieser Haltung sind weitreichend. Nachdem neben Bloodborne auch weitere Projekte scheitern, darunter ein Spin-off zu Ghost of Tsushima und ein Update zu Shadow of the Colossus, zieht Sony Konsequenzen. Bluepoint Games wird geschlossen, obwohl das Studio technisch als eines der stärksten im PlayStation-Portfolio gilt.

Für Sony spielt dabei auch die Außenwirkung eine Rolle. Ein Bloodborne-Remake gegen den erklärten Willen von FromSoftware hätte bei der Kernzielgruppe erheblichen Schaden angerichtet. In diesem Fall wiegt die Authentizität des Originals schwerer als stabile Frameraten oder moderne Rendering-Techniken.

Gleichzeitig bedeutet das Veto nicht das Ende der Marke. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass FromSoftware mögliche Neuauflagen nur unter eigener Regie realisieren will. Mit dem elften Jubiläum von Bloodborne im Jahr 2026 wächst die Hoffnung, dass das Studio selbst aktiv wird – sei es mit einem Remaster oder einem technisch überarbeiteten Re-Release. Die kreative Kontrolle bleibt damit dort, wo Miyazaki sie sieht: bei den ursprünglichen Schöpfern.

FAQ zum gestoppten Bloodborne-Remake

Gab es wirklich ein geplantes Bloodborne-Remake?
Ja, ein Remake von Bluepoint Games befand sich laut Berichten in einer frühen Pitch-Phase.

Warum wurde das Projekt gestoppt?
FromSoftware legte ein Veto ein, vor allem wegen kreativer und gestalterischer Bedenken.

Was kritisierte Miyazaki konkret?
Das Artdesign früherer Remakes galt intern als zu glatt und zu stark an westlicher Fantasy orientiert.

Welche Rolle spielte Sony bei der Entscheidung?
Sony respektierte das Veto von FromSoftware, um Imageschäden bei Fans zu vermeiden.

Warum wurde Bluepoint Games geschlossen?
Mehrere Projekte scheiterten, wodurch das Studio seine strategische Rolle im Portfolio verlor.

Ist Bloodborne damit endgültig erledigt?
Nein. Die Marke gilt weiterhin als wertvoll, allerdings unter vollständiger kreativer Kontrolle von FromSoftware.

Könnte ein internes Remake erscheinen?
Das gilt als möglich, besonders mit Blick auf das Jubiläum 2026.

Warum ist Bloodborne für Miyazaki so besonders?
Er betrachtet das Spiel als die reinste Form seiner kreativen Vision.

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