
Seit drei Jahrzehnten prägt „Diablo“ das Action-Rollenspiel-Genre. Vom düsteren Start in Tristram bis zu globalen Live-Service-Strukturen hat sich die Reihe stetig weiterentwickelt. Zum 30. Jubiläum setzt Blizzard nun ein deutliches Zeichen: Erstmals erscheint eine neue Klasse zeitgleich für mehrere Titel der Serie – und bringt dabei sowohl moderne Systeme als auch nostalgische Rückgriffe zusammen.
Im Rahmen des „Diablo 30th Anniversary Spotlight“ am 11. Februar stellt Blizzard offiziell den Hexenmeister vor. Die dämonenbeschwörende Klasse wird nicht nur Teil der Erweiterung „Lord of Hatred“ für „Diablo 4“, sondern auch in „Diablo 2: Resurrected“ sowie „Diablo Immortal“ implementiert. Damit erhält selbst der Klassiker aus dem Jahr 2000 – mehr als 25 Jahre nach „Lord of Destruction“ – wieder spielerischen Nachschub.
Eine Klasse, drei Interpretationen – „Die Herrschaft des Hexenmeisters“
Mit „Lord of Hatred“ erweitert Blizzard „Diablo 4“ um eine zweite neue Klasse neben dem bereits spielbaren Paladin. Der Hexenmeister erscheint dort am 28. April 2026. Konkrete Details hält das Entwicklerteam noch zurück, kündigt jedoch für den 5. März ein eigenes Deep-Dive-Update an.
Fest steht bereits: Die Klasse setzt in „Diablo 4“ auf dämonische Beschwörungen und dunkle Paktmagie. Begleitend führt Blizzard umfangreiche Systemanpassungen ein. Das neue Talisman-System bringt Set-Boni zurück ins Spiel. Talismane schalten zusätzliche Zauber frei, die in unterschiedlichen Seltenheitsstufen droppen. Mehrere identische Varianten aktivieren Set-Effekte. Ergänzt wird das System durch den Horadrimwürfel, der seltene Materialien kombiniert und Boni freischaltet – funktional vergleichbar mit Kanais Würfel aus „Diablo 3“.
Zudem überarbeitet Blizzard sämtliche Skillbäume. Jede Fähigkeit lässt sich künftig individuell anpassen, etwa hinsichtlich Dauer oder Tempo. Über 40 Skills werden grundlegend verändert, mehr als 80 neue kommen hinzu. Mit dem Endgame-Feature Kriegspläne entsteht außerdem eine Art Aktivitäts-Playlist: Spieler kombinieren Inhalte wie Höllenfluten, Alptraum-Dungeons oder Lair-Bosse und schalten durch Fortschritt zusätzliche Boni frei. Ein neues Event namens „Echoing Hatred“ setzt auf endlose Gegnerwellen.
Nostalgie trifft Neuanfang – Diablo 2 und Immortal bekommen eigenen Hexer
Besonders bemerkenswert ist die Integration in „Diablo 2: Resurrected“. Dort erscheint der Hexenmeister direkt als spielbare Klasse – die erste neue seit über 25 Jahren. Für 24,99 Euro wird die Erweiterung als DLC angeboten. Spieler beschwören Ziegenmenschen, Besudelte oder Entweiher und können jeweils einen Dämon an sich binden. Alternativ lässt sich der Begleiter opfern, um kurzfristig starke Buffs zu erhalten.
Parallel führt Blizzard Verbesserte Terrorzonen ein. Spieler sammeln handelbare Materialien und bestimmen selbst, welcher Akt im erhöhten Schwierigkeitsgrad terrorisiert wird. In der Hölle erscheinen sogenannte Herolde des Schreckens. Das Besiegen bestimmter Bosse gewährt Zugang zu „Mystischen Statuen“, mit denen sich besonders anspruchsvolle Gegner beschwören lassen. Ein integrierter Lootfilter sowie QoL-Updates runden das Paket ab.
Auch „Diablo Immortal“ erhält im Sommer 2026 eine eigene Interpretation des Hexenmeisters. Hier kanalisiert die Figur verbotene Vizjerei-Magie, öffnet Portale zur Hölle und beschwört Dämonen – im Zentrum steht der Seelenverschlinger, der durch das Verschlingen weiterer Kreaturen an Stärke gewinnt. Gleichzeitig kehrt die Stadt Lut Gholein zurück, diesmal in dämonisch veränderter Form. Die Roadmap für 2026 kündigt zudem das Event „Andariel erhebt sich“ an.
Mit dieser parallelen Einführung unterstreicht Blizzard die strategische Verzahnung seiner Diablo-Titel. Eine einzelne Klasse dient als verbindendes Element zwischen klassischem ARPG, modernem Live-Service-Spiel und Mobile-Ableger.
FAQ – Hexenmeister in Diablo
Wann erscheint der Hexenmeister in Diablo 4?
Am 28. April 2026 mit der Erweiterung „Lord of Hatred“.
Ist die Klasse Teil eines kostenpflichtigen DLCs?
Ja, in „Diablo 4“ ist sie Teil der Erweiterung. In „Diablo 2: Resurrected“ kostet der DLC 24,99 Euro.
Kommt der Hexenmeister auch nach Diablo Immortal?
Ja, der Release ist für Sommer 2026 geplant.
Was ist das Talisman-System in Diablo 4?
Ein neues Itemization-System mit Set-Boni, das durch kombinierbare Talismane funktioniert.
Erhält Diablo 2 weitere neue Inhalte?
Ja, unter anderem Verbesserte Terrorzonen, neue Endgame-Gegner und QoL-Features wie einen Lootfilter.
Welche Rolle spielt der Horadrimwürfel?
Er kombiniert seltene Materialien und schaltet zusätzliche Boni frei.
Ist der Hexenmeister in allen drei Spielen identisch?
Nein, jede Version besitzt eigene Mechaniken und thematische Schwerpunkte.
Warum ist die Einführung besonders bemerkenswert?
Weil erstmals eine neue Klasse zeitgleich für mehrere Diablo-Titel erscheint – inklusive eines über 25 Jahre alten Spiels.
























