
Seit seinem Start hat „Diablo IV“ immer wieder versucht, die Balance zwischen vertrauter Finsternis und spielerischer Weiterentwicklung zu finden. Doch selten fühlte sich eine Season so sehr nach Wendepunkt an wie die bevorstehende „Season der göttlichen Intervention“. Blizzard hat am 11. Dezember nicht nur ein neues Thema angekündigt, sondern eine Art strukturellen Neustart der Item-Philosophie und Monstermechanik. Gleichzeitig mischt sich mit der Rückkehr der Geringen Übel echter Lore-Wumms in die Welt von Sanktuario – etwas, das Fans seit Monaten fordern.
Laut Blizzard stehen göttliche Mächte, chaotische Abgründe und ein komplett erneuertes Fortschrittssystem im Zentrum. Eine Season, die vom Anspruch her größer wirkt als viele, die zuvor kamen. Doch was steckt tatsächlich dahinter?
„Azmodan erhebt sich“ – wenn alte Feinde neue Schrecken bringen
„Die Geringen Übel verwüsten Sanktuario“ – eine Rückkehr mit Ansage
Die zentrale Bedrohung der Season ist die geballte Macht der Geringen Übel. Azmodan, Belial, Andariel und Duriel greifen gemeinsam nach Sanktuario – ein Szenario, das Lore-Fans sofort hellhörig macht. Laut Blizzard nutzen sie das Chaos, das durch Akarats rätselhafte Rückkehr ausgelöst wurde. Damit knüpft die Season nicht nur an klassische Diablo-Mythologie an, sondern öffnet Türen für potenziell neue Story-Entwicklungen.
Spieler erhalten erstmals Zugriff auf Alptraum-Affixe, die nicht nur den Schwierigkeitsgrad steigern, sondern auch göttliche Gunst freischalten sollen – ein System, das riskantes Gameplay belohnt und Build-Experimenten neuen Raum gibt. Dieses Zusammenspiel aus Lore und Mechanik ist eines der spannendsten Elemente der Season.

Intelligentere Monster – und warum das mehr bedeutet als „höhere Zahlen“
Blizzard verspricht zudem deutlich cleverere und gefährlichere Gegner. Doch hinter dieser Formulierung steckt mehr: Die Entwickler arbeiten laut Interviewaussagen der letzten Wochen daran, Gegnerrollen im Kampf deutlicher zu trennen. Das heißt: Tanks verhalten sich wie Tanks, Supporter wie Supporter, Flanker wie Flanker.
Das Ziel ist klar: Spieler sollen situativ handeln müssen, anstatt nur Schadenswerte hochzudrehen. Besonders in Gruppenkonstellationen könnte das die Dynamik von Kämpfen stark verändern – und viele Builds in Frage stellen, die bislang alles überrannt haben.
„Heiligung“ – die vielleicht wichtigste Item-Überarbeitung seit Release
Wenn selbst legendäre Gegenstände erleuchtet werden
Der neue Systemkomplex um Härtung, Vollendung und vor allem Heiligung wirkt wie eine grundlegende Modernisierung der bisherigen Itemspirale. Statt reiner Zufallsoptimierung dürfen Spieler jetzt gezielt Affixe auswählen und Gegenstände aufwerten. Besonders bemerkenswert: Die Heiligung kann Items sogar unzerstörbar machen oder zusätzliche legendäre Effekte verleihen.
Das klingt nach einem massiven Qualitätssprung – aber auch nach einem Schritt, mit dem Blizzard mehr Kontrolle in die Hände der Spieler legt. Ein Designtrend, der bereits in Season 4 begonnen hat, wird hier konsequent fortgeführt.
Seasonrang und Finaldungeons – ein neuer Prüfstein für Endgame-Spieler
Auch die Seasonreise bekommt ein Upgrade – und zwar ein deutlich härteres. Der neue Seasonrang zwingt Spieler dazu, erst einen Finaldungeon abzuschließen, bevor sie in die nächste Stufe vordringen dürfen. Das macht den Fortschritt spürbarer, aber auch anspruchsvoller.
Für Fans des Endgames dürfte das eine willkommene Neuerung sein: klare Ziele, harte Prüfungen und bessere Belohnungen. Gerade die Kombination aus stärker werdenden Gegnern, göttlich verstärkten Items und einem progressiven Rangsystem könnte dafür sorgen, dass sich diese Season sehr viel „runder“ anfühlt als frühere Inhalte.






















