
Die Preise für Hardware ziehen seit Monaten spürbar an. Speicherchips, Grafikkarten und andere zentrale Komponenten kosten Hersteller inzwischen deutlich mehr als noch vor kurzer Zeit. Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur den PC-Markt, sondern rückt zunehmend auch Spielekonsolen in den Fokus. Vor diesem Hintergrund mehren sich nun Hinweise darauf, dass auch Nintendo bei der Switch 2 nicht dauerhaft an der bisherigen Preisgestaltung festhalten kann.
Bislang blieb die Hybridkonsole von Preisanpassungen verschont, während Wettbewerber wie Sony und Microsoft ihre aktuellen Systeme in mehreren Regionen bereits verteuerten. Doch laut Marktexperten könnte dieser Zustand nicht mehr lange anhalten. Eine Erhöhung der unverbindlichen Preisempfehlung gilt inzwischen als realistisches Szenario.
„Spieler müssen tiefer in die Tasche greifen“ – Analyst rechnet mit Preissprung
Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion ist eine Einschätzung von Daniel Ahmad, Marktanalyst bei Niko Partners. In einem Online-Beitrag, in dem er zentrale Branchentrends für das laufende Jahr analysiert, geht Ahmad davon aus, dass Nintendo die Switch 2 in naher Zukunft teurer anbieten könnte. Als Hauptgründe nennt er steigende Produktionskosten, insbesondere im Speicherbereich, sowie zusätzliche Belastungen durch internationale Zölle.
Ahmad verweist darauf, dass Nintendo die Konsole aktuell in den USA für 449 US-Dollar verkauft. Nach seiner Einschätzung könnte dieser Preis auf 499 US-Dollar steigen. Gleichzeitig hält er es für möglich, dass die Switch 2 künftig verstärkt oder ausschließlich in Spiele-Bundles angeboten wird, um den höheren Preis gegenüber Käufern abzufedern.
Ein Blick auf den europäischen Markt zeigt, dass diese Einschätzung nicht aus der Luft gegriffen ist. In Deutschland liegt die UVP derzeit bei 469 Euro, während Bundle-Angebote – etwa mit Mario Kart World – bereits 509 Euro kosten. Eine offizielle Anpassung nach oben würde sich also in einem bekannten Preisrahmen bewegen.
Nintendo bleibt vorsichtig – „keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gewinne“
Von offizieller Seite hält sich Nintendo bislang bedeckt. Eine konkrete Ankündigung zu einer Preiserhöhung existiert nicht. Allerdings hatte der Konzern bereits im August 2025 darauf hingewiesen, dass man mögliche Anpassungen der Preisstruktur nicht ausschließen könne, sollte sich das wirtschaftliche Umfeld weiter verschärfen.
Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa äußerte sich kürzlich in einem Interview zur angespannten Lage am Speichermarkt. Zwar gebe es derzeit „keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gewinne“, dennoch müsse man „die Entwicklung genau beobachten“.
Angesichts steigender Kosten in nahezu allen Bereichen der Hardwareproduktion erscheint eine Preisanpassung zumindest nachvollziehbar. Ob und wann Nintendo tatsächlich reagiert, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich Speicherpreise und globale Handelsbedingungen in den kommenden Monaten entwickeln.
FAQ zur möglichen Preiserhöhung der Nintendo Switch 2
Kommt eine Preiserhöhung der Switch 2 sicher?
Nein, bislang handelt es sich ausschließlich um Analystenprognosen ohne offizielle Bestätigung.
Wer hat die mögliche Preiserhöhung ins Gespräch gebracht?
Der Marktanalyst Daniel Ahmad von Niko Partners.
Welche Gründe sprechen für höhere Preise?
Steigende Kosten für Speicher, neue Zölle und angespannte makroökonomische Rahmenbedingungen.
Wie hoch könnte der neue Preis ausfallen?
In den USA werden 499 US-Dollar genannt, in Europa wäre ein Preis um 500 Euro realistisch.
Gibt es bereits Bundles mit höherem Preis?
Ja, in Deutschland kostet die Switch 2 im Bundle mit Mario Kart World aktuell 509 Euro.
Was sagt Nintendo selbst dazu?
Nintendo beobachtet die Lage, sieht aktuell aber keine direkten Auswirkungen auf die Gewinne.
Wann könnte eine Entscheidung fallen?
Ein möglicher Zeitpunkt wurde nicht genannt; Veränderungen sind kurzfristig wie auch später möglich.























