Mit der Ankündigung von „Diablo 4: Lord of Hatred“ nutzte Blizzard die Bühne der Game Awards, um den nächsten erzählerischen Abschnitt des Action-RPGs einzuleiten. Die Erweiterung knüpft inhaltlich direkt an die Ereignisse des Hauptspiels und der zuletzt erschienenen Erweiterung „Vessel of Hatred“ an. Spieler setzen ihre Konfrontation mit Mephisto fort – einer der zentralen Figuren der laufenden Handlung.

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Blizzard betonte, dass „Lord of Hatred“ die bisherige Geschichte zu einem klar definierten Abschluss führen soll. Gleichzeitig erweitert das Team das Klassensystem und das Endgame. Die neue Region Skovos, bereits in früherem Artwork angedeutet, spielt dabei eine größere Rolle als bislang vermutet. Erste Impressionen zeigen eine deutlich hellere und mediterran wirkende Umgebung, die sich visuell stark vom düsteren Grundton des Hauptspiels unterscheidet.

„Der Paladin ist erst der Anfang“ – die erste neue Klasse im Detail

Blizzard bestätigt die Rückkehr eines Fanlieblings

Zu den wichtigsten Ankündigungen zählt die Einführung des Paladins, der erstmals seit „Diablo 2“ wieder in der Hauptreihe vertreten ist. Damit bestätigt Blizzard eine Figur, die in der Community seit Monaten als wahrscheinlichste Ergänzung gehandelt wurde. Der Paladin kombiniert Schwert- und Schildangriffe mit heiligen Fähigkeiten, verfügt über starke Defensivwerte und kann mithilfe verschiedener Auren Gruppenmitglieder in der Nähe unterstützen.

Laut Blizzard ist die Klasse bereits jetzt spielbar – vorausgesetzt, die Erweiterung wurde vorbestellt. Diese frühe Testphase soll Feedback aus der Community ermöglichen und die Balance vor dem offiziellen Release verbessern.

Zweite Klasse zum Release – aber noch ohne Namen

Zum Start von „Lord of Hatred“ am 28. April 2026 soll zudem eine zweite neue Klasse erscheinen. Blizzard hält deren Identität noch zurück, betont jedoch, dass es sich um eine völlig neue Interpretation einer bekannten Diablo-Figur handeln könnte. In der Community wird vor allem über die Amazone spekuliert, weil die Region Skovos traditionell mit diesem Charaktertyp verbunden ist. Offizielle Bestätigungen gibt es hierzu allerdings nicht.


Neue Systeme für alle Spieler – auch ohne Erweiterung

Loot-Filter und Skillbaum-Updates als Qualitätsverbesserungen

Neben den großen inhaltlichen Neuerungen profitieren auch Spieler ohne Erweiterung von mehreren System-Updates. Besonders hervorzuheben ist der globale Loot-Filter, der künftig allen Nutzern erlaubt, unerwünschte Beute auszublenden. Das Feature wurde lange gefordert und soll die Übersicht auf dem Bildschirm deutlich verbessern.

Parallel arbeitet Blizzard an einer Überarbeitung aller Klassenskillbäume. Neue Fähigkeitsvarianten und zusätzliche Spezialisierungen sollen das Build-Design erweitern, ohne bestehende Spielweisen aufzubrechen. Laut Blizzard handelt es sich um ein „grundlegendes Update“, das langfristig Stabilität ins Endgame bringen soll.

Endgame-Anpassungen und neue Belohnungsstrukturen

Für das späte Spiel plant Blizzard weitere Änderungen, darunter neue Belohnungswege und zusätzliche Endgame-Aktivitäten. Ziel sei es, die Progression abwechslungsreicher zu gestalten und die verschiedenen Spielmodi stärker miteinander zu verknüpfen. Konkrete Details will das Studio in den kommenden Monaten nachreichen.

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