
Rabattaktionen gehören für viele PlayStation-5-Spieler fest zum digitalen Alltag. Regelmäßig senkt Sony im PlayStation Store die Preise und verspricht große Einsparungen. Der aktuell gestartete Januar-Sale sollte genau das liefern. Doch parallel zu den Angeboten flammt eine Diskussion wieder auf, die den Store seit Jahren begleitet: Übersicht, Qualität und Kontrolle des riesigen Spieleangebots.
In Foren und sozialen Netzwerken nutzen Spieler den Sale erneut als Anlass, grundsätzliche Kritik an Sonys digitalem Marktplatz zu äußern. Der Vorwurf: Masse verdrängt Klasse – und Sony greift zu wenig ein.
„Absoluter Müll“ im Angebot? Der Sale als Brennglas
Digitale Stores sind in den vergangenen Jahren deutlich voller geworden. Auf PlayStation 5 wie auch auf anderen Plattformen erscheinen täglich neue Titel, darunter viele sehr kleine Produktionen mit geringem spielerischem Anspruch. Innerhalb großer Rabattaktionen tritt dieses Problem besonders deutlich zutage, weil tausende Inhalte gleichzeitig beworben werden.
Ein Reddit-Nutzer bringt seinen Ärger offen zum Ausdruck. In einem viel beachteten Beitrag schreibt discosoc: „Die Menge an absoluten Müll-Spielen, die ich als Indie-Slop ohne Aufwand bezeichne, im PlayStation Store ist der Wahnsinn.“ Gemeint sind einfache Puzzle-Titel, mehrfach veröffentlichte Spiele mit minimalen Unterschieden oder auffällige Billigproduktionen, die das Stöbern erschweren.
Der aktuelle Januar-Sale verstärkt diesen Eindruck. Laut discosoc umfasst die Aktion 6.372 Inhalte. Sein Fazit fällt deutlich aus: „Niemals überprüft Sony diese Menge an Spielen für ihre monatlichen Aktionen, aber sie müssen damit anfangen.“ Die Kritik richtet sich dabei weniger gegen einzelne Spiele, sondern gegen fehlende Kuratierung.
Dauer-Rabatte und fehlende Übersicht als strukturelles Problem
Neben der schieren Anzahl bemängeln Spieler auch die Art der Preisgestaltung. Einige Titel seien fast dauerhaft reduziert und wechselten lediglich zwischen Standard- und Deluxe-Version. „Einen Monat ist die Standard-Version um 35 Prozent reduziert, den Monat darauf die Deluxe-Version; sie wechseln sich einfach ab“, schreibt discosoc weiter. Für viele Nutzer erschwert das die Einschätzung, ob es sich tatsächlich um ein gutes Angebot handelt.
Das Problem ist nicht neu, fällt aber während großer Sales besonders stark ins Gewicht. Zwischen tausenden Einträgen gehen hochwertige Indie-Spiele und größere Produktionen leicht unter. Eine stärkere Vorabauswahl, klarere Filter oder redaktionelle Empfehlungen könnten Abhilfe schaffen, werden von Sony bislang jedoch nur begrenzt eingesetzt.
Der Januar-Sale zeigt damit weniger ein kurzfristiges Ärgernis als vielmehr ein strukturelles Thema im PlayStation Store. Sparpotenzial ist vorhanden – doch ohne bessere Übersicht wird der Weg zum passenden Spiel für viele zur Geduldsprobe.























