
Kaum ein Studio versteht es, Spannung so meisterhaft zu inszenieren wie Naughty Dog. Seit der überraschenden Enthüllung von „Intergalactic: The Heretic Prophet“ auf den Game Awards 2024 brodelt die Gerüchteküche ununterbrochen. Das Projekt, das intern als das „mutigste“ der Studiohistorie gelten soll, wird seit Monaten nur in kryptischen Andeutungen erwähnt. Nun sorgen neue Aussagen prominenter Branchenstimmen für zusätzlichen Wirbel – und für ein Stimmungsbild, das irgendwo zwischen Euphorie und ernüchternder Realität pendelt. Zwischen verfrühten Hoffnungen, widersprüchlichen Insider-Infos und einem Release, der sich weiter entfernt als gedacht, beginnt sich ein klarerer, aber nicht weniger spannender Blick auf Naughty Dogs kommende Sci-Fi-Odyssee abzuzeichnen.
„Vergesst die Game Awards 2025“ – Warum Fans ihre Erwartungen zügeln müssen
Branchenkenner Jeff Grubb sorgte zuletzt für Ernüchterung: Auf X erklärte er, dass Naughty Dog 2025 nicht auf den Game Awards vertreten sein werde. Viele hatten genau dort mit neuen Szenen oder einem frischen Trailer gerechnet – doch diese Hoffnung ist vorerst vom Tisch.
Damit schob Grubb einem Gerücht Riegel vor, das durch den Podcast von Colin Moriarty ausgelöst worden war. Moriarty hatte spekuliert, dass Kerninhalte des Spiels möglicherweise bereits fertiggestellt seien. Er betonte zwar, dass es nur eine Vermutung sei, doch seine Worte verbreiteten sich schnell und heizten Erwartungen an.
Schreier widerspricht – und bremst die Euphorie erneut
Kurz darauf meldete sich Jason Schreier von Bloomberg, eine der verlässlichsten Quellen der Branche. Er stellte klar: 2026 ist ausgeschlossen. Laut seinen Informationen befindet sich das Projekt deutlich früher im Entwicklungsprozess, als einige Fans vermutet hatten.
Damit stehen zwei harte Fakten: Keine Präsentation im Dezember – und ein Release nicht vor 2027.
„Das tiefste Gameplay“ – Was Naughty Dog wirklich plant
Naughty Dog kommentiert die Gerüchte nicht, aber Creative Director Neil Druckmann ließ bereits durchblicken, dass „Intergalactic“ das „tiefste Gameplay“ der Studiohistorie bieten soll. Solche Aussagen deuten auf ein System hin, das deutlich komplexer und experimenteller wird als frühere Titel. Die lange Entwicklungszeit spricht weniger für Probleme als für Größe: Neue Sci-Fi-Technologien, modulare Planetenbiome, dynamische Physik – all das braucht Jahre. „Intergalactic“ könnte damit das nächste große erzählerische Experiment des Studios werden.
























