
Seit dem Release Ende Oktober hat sich „Arc Raiders“ als einer der auffälligsten Multiplayer-Titel der letzten Jahre etabliert. Während andere große Namen des Genres zuletzt mit schwindenden Spielerzahlen zu kämpfen hatten, zeigte der Extraction-Shooter der Embark Studios eine bemerkenswerte Konstanz. Laut aktuellen Auswertungen hielt das Spiel auch Wochen nach Veröffentlichung über 90 Prozent seiner aktiven Spieler – ein Wert, der selbst für erfolgreiche Online-Games ungewöhnlich hoch ist.
Diese Stabilität spiegelte sich auch in den Bewertungen wider. Kritiker lobten vor allem das klare Spieldesign, die dichte Atmosphäre und die konsequente Weiterentwicklung bekannter Genre-Mechaniken. Damit positionierte sich „Arc Raiders“ schnell als Gegenpol zu etablierten Reihen, die zuletzt eher auf Masse als auf langfristige Bindung gesetzt hatten.
„Das größte Spiel seit Fortnite“ – Shrouds Prognose sorgt für Aufsehen
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Anfang Januar eine Aussage von Michael „Shroud“ Grzesiek. Der ehemalige E-Sport-Profi, der vor allem durch seine Zeit bei Cloud9 in „Counter-Strike: Global Offensive“ bekannt wurde, gilt bis heute als eine der einflussreichsten Stimmen im Shooter-Bereich. In einem Livestream erklärte er, „Arc Raiders“ sei „definitiv das größte Spiel seit Fortnite“ und habe Titel wie „Valorant“ oder „Apex Legends“ bereits hinter sich gelassen.
Wörtlich sagte Shroud: „Dieses Spiel ist definitiv das größte Spiel seit Fortnite, ganz sicher. Das einzige andere Spiel, das mir dazwischen einfällt, ist vielleicht so etwas wie Valorant und Apex.“ Zitiert wurde die Aussage unter anderem von Insider Gaming. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass der Shooter mit der Zeit weiter wachsen werde und sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe.
Community kontert – Zahlen und Geschäftsmodell als Gegenargumente
In den sozialen Netzwerken fiel die Reaktion deutlich verhaltener aus. Selbst viele Fans von „Arc Raiders“ widersprachen der Prognose und verwiesen auf die grundlegend unterschiedlichen Voraussetzungen. Ein zentraler Punkt der Kritik: „Fortnite“ ist seit Jahren als Free-to-Play-Titel verfügbar, während „Arc Raiders“ als kostenpflichtiges Premium-Spiel gestartet ist. Allein dieser Unterschied begrenzt die potenzielle Reichweite erheblich.
Auch ein Blick auf die Zahlen relativiert den Vergleich. Zwar erreichte „Arc Raiders“ auf Steam einen beachtlichen Höchstwert von rund 482.000 gleichzeitigen Spielern, doch liegt das weit unter den Dimensionen von „Fortnite“, das in der Spitze bereits über 40 Millionen gleichzeitige Nutzer verzeichnete. Unabhängig davon bleibt festzuhalten: Embark Studios plant langfristig. Die Entwickler haben angekündigt, „Arc Raiders“ über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren mit neuen Inhalten und Events zu unterstützen – ein klares Signal, dass der aktuelle Erfolg kein kurzfristiges Strohfeuer bleiben soll.
























