Control - The Foundation

„Ein neues Echo im Control-Universum?“

Seit Jahren warten Fans darauf, dass Remedy endlich das Schweigen bricht. Das 2019 erschienene „Control“ war nicht nur ein Überraschungserfolg, sondern auch ein Türöffner zu einem erzählerischen Kosmos, der weit über das Spiel hinausreicht. Als das Studio 2022 bestätigte, an einem offiziellen Nachfolger zu arbeiten, schien der Weg klar – doch seitdem herrschte Funkstille, zumindest an der Oberfläche.

Kurz vor den Game Awards 2025 hat diese Stille plötzlich Risse bekommen. Ein frischer Markenschutzeintrag, entdeckt von der Kanzlei Nordia Attorneys at Law, sorgt seit Tagen für wilde Spekulationen. Der Titel, der darin festgehalten wird, heißt „Control: Resonant“ – ein Name, der sofort Fragen provoziert. Ist das der offizielle Titel? Oder handelt es sich um ein Begleitprojekt, das das Universum weiter ausbaut? Auffällig ist, dass der Antrag ausschließlich für Europa eingereicht wurde. Genau dieses Detail ruft Branchenexperten auf den Plan, denn oft legen Studios Titel erst regional an, wenn eine Enthüllung kurz bevorsteht.

Noch spannender ist ein Zusatz in der Beschreibung: Der Markenschutz umfasst nicht nur Videospiele, sondern auch TV-Serien und Filme. Das passt zu Remedys bestätigter Zusammenarbeit mit Annapurna Interactive, die bereits an Adaptionen zu „Alan Wake“ und „Control“ beteiligt sind. Wenn also „Resonant“ tatsächlich mehr als nur ein Spieltitel ist, könnte die Reihe erstmals gleichzeitig mehrere Medienformate bedienen – ein Schritt, der das gesamte Franchise neu positionieren würde.

„Ein mutiger Genrewechsel – und der Druck dahinter“

Remedy selbst hält sich weiterhin bedeckt. Offizielle Statements gibt es keine, Interviews schweigen zum Thema „Resonant“. Dennoch ist ein einzelner Aspekt bereits bestätigt: „Control 2“ soll spielerisch neue Wege gehen. Creative Director Sam Lake deutete bereits im Frühjahr an, dass das Team erstmals gezielt Elemente eines Action-Rollenspiels integrieren möchte. Dieser Richtungswechsel könnte bedeuten, dass der Nachfolger größer, komplexer und experimenteller wird als alles, was das Studio bisher entwickelt hat.

Auch wirtschaftlich steht viel auf dem Spiel. In einem Gespräch mit Investoren erklärte Remedy in diesem Mai, dass der Titel drei bis vier Millionen Verkäufe erreichen müsse, um einen vollständigen ROI zu erzielen. Für ein Studio dieser Größe ist das ambitioniert – und erklärt, warum man möglicherweise auf ein erweitertes Medien-Ökosystem setzt. Ein Titel wie „Resonant“, der gleichzeitig Spiel, Serie und Film andeutet, könnte ein Baustein dieser Strategie sein.

Die größte Frage bleibt jedoch: Erleben wir bei den Game Awards tatsächlich die Enthüllung? Dass der Markenschutzeintrag nur wenige Tage vorher auftauchte, wirkt zumindest kein Zufall. Ob „Control: Resonant“ tatsächlich der Name des Nachfolgers ist oder ob Remedy hier eine viel größere Vision vorbereitet, zeigt sich womöglich schon in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember – einem Moment, der das Control-Universum dauerhaft verändern könnte.

play-rounded-fill