
Kaum eine Spielereihe lebt so sehr von Entscheidungen und emotionalen Konsequenzen wie Life Is Strange. Über Jahre hinweg und vor allem in der Telltale Games Hochzeit haben Spieler Max Caulfields Geschichte erlebt, geprägt von Beziehungen, Verlusten und moralischen Dilemmata. Entsprechend vorsichtig reagiert die Community, wenn es um Story-Details geht, die diese Erfahrungen vorwegnehmen könnten.
Genau hier setzt die aktuelle Kritik an. Der offizielle Life-is-Strange-Account veröffentlicht im Vorfeld von „Life Is Strange: Reunion“ Inhalte, die mehrere mögliche Enden der Vorgängerspiele offen benennen. Für viele Fans kommt das einer öffentlichen Spoilerliste gleich – ohne klare Vorwarnung oder Einordnung.
Besonders brisant ist dabei, dass die betroffenen Entscheidungen zu den emotionalen Höhepunkten der Serie zählen. Gerade für Spieler, die ältere Teile noch nicht kennen oder erneut erleben möchten, gelten solche Informationen als sensibel. Wer will schon die Finale Entscheidung in einem Spiel wo es vor allem darum geht, noch vor dem eigentlichen Durchspielen erfahren?
„Reunion“ und die Frage nach den richtigen Worten
Auslöser der Debatte ist die Spielmechanik von „Life Is Strange: Reunion“. Zum Start legen Spieler fest, welche Beziehungen Max in der Vergangenheit hatte. Diese Auswahl beeinflusst Dialoge, Szenen und einzelne Handlungsstränge. Abgefragt werden unter anderem der Status von Chloe, frühere Romanzen sowie Loyalitäten zu Nebenfiguren.
Dass Reunion unterschiedliche Zeitlinien berücksichtigt, gilt inhaltlich als nachvollziehbar. Kritisiert wird jedoch nicht die Mechanik selbst, sondern ihre öffentliche Kommunikation. Vor allem die Option „Chloe: Dead oder Alive“ stößt vielen Fans auf – sie macht eine der prägendsten Entscheidungen der Reihe explizit sichtbar.
In Community-Beiträgen wird dabei betont, dass Story-Spoiler in Life Is Strange einen anderen Stellenwert haben als in vielen anderen Serien. Verständlich angesichts der zahlreichen Entscheidungen in den Spielen, ihrer emotionalen Reichweite und der Bedeutung für eingefleischte Life is Strange Fans. Ob Square Enix oder Entwickler Deck Nine auf die Kritik aber reagieren und ihre Social-Media-Strategie anpassen, bleibt bislang offen. Auf jeden Fall würden sich Fans ein eher vorsichtigeres Vorgehen in Zukunft wünschen.
FAQ
Worum geht es bei der aktuellen Kritik an Life Is Strange?
Der offizielle Account hat Inhalte geteilt, die mögliche Enden früherer Teile offenlegen.
Welche Spiele sind betroffen?
Vor allem frühere Life-is-Strange-Titel mit Max Caulfield und Chloe Price.
Was genau wurde gespoilert?
Unter anderem zentrale Entscheidungen wie der mögliche Tod oder das Überleben von Chloe.
Warum ist das für Fans problematisch?
Weil diese Entscheidungen zu den emotional wichtigsten Momenten der Serie gehören.
Hängt das mit „Life Is Strange: Reunion“ zusammen?
Ja. Reunion fragt frühere Entscheidungen ab, um verschiedene Zeitlinien abzubilden.
Hat der Publisher bereits reagiert?
Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme von Square Enix oder Deck Nine.
Beeinflusst das den Inhalt von Reunion selbst?
Nein, die Kritik richtet sich gegen die öffentliche Kommunikation, nicht gegen das Spielkonzept.
























