Seit der Ankündigung bei den Game Awards 2023 zählt „Marvel’s Blade“ zu den geheimnisvollsten Großprojekten der Branche. Arkane Lyon, bekannt für stilprägende Titel wie „Dishonored“ und „Deathloop“, arbeitet an einer eigenständigen Interpretation des Vampirjägers Blade, angesiedelt in einem abgeriegelten Paris. Konkrete Einblicke blieben bislang aus – weder Gameplay noch Screenshots folgten auf die Enthüllung.

Gerade diese Zurückhaltung sorgte zuletzt für wachsende Ungeduld in der Community. Während andere Marvel-Spiele regelmäßig neue Informationen liefern, herrschte um „Marvel’s Blade“ über ein Jahr nahezu vollständige Stille. Umso größer war die Aufmerksamkeit, als sich das Studio kurz vor Jahresende erstmals wieder öffentlich äußerte.

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„Das Team arbeitet hart“ – Arkane bittet um Geduld

Auslöser für das Update war kein offizieller Showcase, sondern eine direkte Fan-Anfrage auf X. Studio Director und Creative Director Dinga Bakaba reagierte persönlich auf den Wunsch nach einem Lebenszeichen. Seine Antwort fiel bewusst knapp, aber eindeutig aus.

„Das Team arbeitet hart, jeder ist super stolz und übertrifft sich selbst. Bitte habt Geduld; es wird ein besonderes Spiel werden und wir alle hoffen, dass es den hohen Standards gerecht wird, die wir uns selbst und euch allen gesetzt haben“, schrieb Bakaba. Die Aussage wurde unter anderem von PureXbox aufgegriffen und bestätigt erstmals offiziell, dass sich die Entwicklung aktiv und intensiv fortsetzt.

Neue Details nannte Bakaba nicht. Die Botschaft legt jedoch nahe, dass sich Arkane Lyon bewusst Zeit nimmt, um das Projekt auf das gewünschte Qualitätsniveau zu bringen – ohne Kompromisse und ohne vorschnelle Präsentationen.

Neue Perspektive, hohe Erwartungen und offene Fragen

Bekannt ist bislang, dass „Marvel’s Blade“ Arkane Lyons erstes Third-Person-Spiel werden soll. Das Studio, bislang vor allem für immersive Ego-Erfahrungen bekannt, kombiniert damit erstmals sein typisches Systemdesign mit einer neuen Kameraperspektive. Spieler sollen Eric Brooks alias Blade flexibel einsetzen können – mit Stealth-Ansätzen ebenso wie mit direkter, brutaler Action.

Ein konkretes Release-Fenster existiert weiterhin nicht. Branchenbeobachter rechnen frühestens mit 2027. Auch die Plattformfrage bleibt offiziell offen, wenngleich ein Fokus auf Xbox und PC als wahrscheinlich gilt. Nach den internen Umbrüchen bei Arkane im Zuge von „Redfall“ steht „Marvel’s Blade“ zudem sinnbildlich für einen Neuanfang. Bakabas Worte deuten an, dass das Studio genau weiß, wie viel auf dem Spiel steht – und warum Geduld aktuell wichtiger ist als Tempo.

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