Apple erweitert seine Notebook-Reihe um ein neues Modell im unteren Preissegment. Mit dem MacBook Neo bringt das Unternehmen ein Gerät auf den Markt, das sich deutlich unterhalb des MacBook Air positioniert. Ziel ist es offenbar, einen günstigeren Einstieg in das MacBook-Ökosystem zu ermöglichen.

Das neue Modell übernimmt viele Designmerkmale der bekannten MacBook-Reihe, spart bei einigen Funktionen jedoch bewusst, um den Preis niedrig zu halten. Dadurch entsteht ein Notebook, das optisch vertraut wirkt, technisch aber einen eigenen Platz im Portfolio einnimmt.

iPhone-Chip statt klassischer Mac-Prozessor

Eine der größten Besonderheiten des MacBook Neo steckt im Inneren. Apple verbaut erstmals keinen Chip aus der M-Serie, sondern setzt auf einen Prozessor aus der iPhone-Reihe. Konkret kommt der A18 Pro zum Einsatz, der bereits aus dem iPhone 16 Pro bekannt ist.

Der Chip besitzt zwei leistungsstarke Kerne sowie vier Effizienzkerne für weniger anspruchsvolle Aufgaben. Die Grafikeinheit wurde gegenüber der Smartphone-Version leicht angepasst und verfügt über fünf GPU-Kerne.

Mit dieser Entscheidung verfolgt Apple offenbar einen anderen Ansatz als bei den leistungsstärkeren MacBooks. Das Neo richtet sich nicht an professionelle Anwender, sondern eher an Nutzer, die ein Gerät für alltägliche Aufgaben wie Web-Browsing, Streaming oder Office-Arbeiten suchen.

Kompaktes Notebook mit vertrautem Design

Beim Design orientiert sich das MacBook Neo stark am MacBook Air. Das Gehäuse bleibt schlank und leicht, wodurch sich das Gerät gut für den mobilen Einsatz eignet. Mit einem Gewicht von rund 1,23 Kilogramm bewegt es sich im gleichen Bereich wie das Air-Modell.

Das Display misst 13 Zoll und nutzt ein IPS-Panel mit hoher Pixeldichte. Die maximale Helligkeit liegt bei 500 Nits. Damit bleibt der Bildschirm zwar auf einem guten Niveau, verzichtet aber auf einige Features der teureren Modelle. Dazu gehört beispielsweise die True Tone Funktion, die normalerweise die Farbtemperatur automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Eine Besonderheit ist außerdem das Fehlen der typischen Displayaussparung. Statt einer Notch setzt Apple hier auf einen klassischen oberen Displayrand mit integrierter Kamera für Videoanrufe.

Weniger Ausstattung als bei teureren MacBooks

Um den Einstiegspreis zu erreichen, musste Apple an mehreren Stellen Abstriche machen. So stehen ausschließlich 8 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Eine Variante mit mehr RAM wird aktuell nicht angeboten.

Beim Speicher können Nutzer zwischen 256 und 512 Gigabyte wählen. Eine Erweiterung über den Konfigurator hinaus ist nicht vorgesehen. Auch einige bekannte Funktionen fehlen im Basismodell. So ist Touch ID erst in der Variante mit größerem Speicher enthalten.

Beim Trackpad verzichtet Apple zudem auf die drucksensitive Force Touch Technologie. Stattdessen kommt ein klassisches Multi-Touch-Trackpad zum Einsatz, das weiterhin Gestensteuerung unterstützt.

Anschlüsse und Akkulaufzeit

Das MacBook Neo bietet zwei USB-C-Anschlüsse sowie eine klassische Kopfhörerbuchse. Ein magnetischer MagSafe-Anschluss ist dagegen nicht vorhanden. Auch HDMI oder weitere Ports fehlen.

Interessant ist, dass nicht beide USB-C-Anschlüsse die gleiche Geschwindigkeit bieten. Einer unterstützt schnellere Datenübertragungen und einen Display-Ausgang, während der zweite Anschluss primär zum Laden gedacht ist.

Die Akkulaufzeit gibt Apple mit rund elf Stunden an. Damit bleibt das Gerät etwas hinter dem MacBook Air zurück, das laut Hersteller länger durchhält. Auch besonders schnelles Laden gehört nicht zu den Funktionen des Neo.

Vier Farben und ein neuer Einstiegspreis

Optisch bietet Apple mehrere Farbvarianten an. Neben klassischen Tönen wie Silber gibt es auch auffälligere Optionen wie Rosa oder Gelb. Die Tastatur ist farblich auf das jeweilige Gehäuse abgestimmt und setzt auf helle Pastelltöne.

Preislich beginnt das MacBook Neo bei 699 Euro für die Version mit 256 Gigabyte Speicher. Wer sich für die Variante mit 512 Gigabyte entscheidet, zahlt rund 100 Euro mehr.

Mit diesem Modell versucht Apple offenbar, eine neue Zielgruppe anzusprechen. Nutzer, die bislang wegen der hohen Preise auf ein MacBook verzichtet haben, könnten mit dem Neo erstmals eine günstigere Alternative im Apple-Portfolio finden.

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