
Ubisoft setzt seinen Umbau fort und nimmt weitere Standorte ins Visier. Nachdem der Publisher bereits zahlreiche Projekte und Arbeitsplätze überprüft hat, stehen nun zwei Studios vor einschneidenden Veränderungen. Im finnischen Helsinki könnte RedLynx, bekannt durch die „Trials“-Reihe, vollständig geschlossen werden. Gleichzeitig plant Ubisoft, den Standort in Singapur deutlich zu verkleinern. Zusammengenommen sind bis zu 122 Arbeitsplätze betroffen. Die Angaben gehen auf einen Bericht von Video Games Chronicle (VGC) und Stellungnahmen des Unternehmens zurück.
Das Ende für das „Trials“-Studio? Ubisoft leitet Gespräche ein
RedLynx wurde im Jahr 2000 in Helsinki gegründet und machte sich vor allem mit Motorradspielen wie Trials HD, Trials Evolution und Trials Rising einen Namen. Ubisoft übernahm das Studio 2011. Seit dem letzten großen Ableger der Reihe aus dem Jahr 2019 veröffentlichte das Team allerdings deutlich weniger eigene Spiele. Stattdessen unterstützte es andere Ubisoft-Produktionen, darunter die Switch-2-Version von Star Wars Outlaws.
Laut VGC fehlt RedLynx derzeit ein neues Projekt. Ubisoft kommt dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass auch eine weitere Verkleinerung keinen langfristig tragfähigen Betrieb ermöglichen würde. Deshalb steht nun die vollständige Schließung zur Debatte, von der bis zu 52 Beschäftigte betroffen wären. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen: In Finnland muss das Unternehmen zunächst vorgeschriebene Verhandlungen mit der Belegschaft führen. Bereits im Oktober 2025 hatte Ubisoft bei RedLynx einen Stellenabbau von bis zu 60 Positionen vorgeschlagen und eine stärkere Ausrichtung auf Mobilspiele angekündigt.
Auch Ubisoft Singapore schrumpft – diese bekannten Reihen sind betroffen
In Singapur plant Ubisoft keine vollständige Schließung, sondern eine Umstrukturierung. Dabei sollen 70 Stellen wegfallen, um die Größe des Studios an den künftig vorgesehenen Produktionsaufgaben auszurichten. Ubisoft betont, dass der Standort weiterhin Teil des weltweiten Entwicklungsnetzwerks bleibt. Die geplanten Einschnitte gehören damit zu einer Neuausrichtung der vorhandenen Ressourcen und nicht zur Aufgabe des Studios.
Ubisoft Singapore ist an zahlreichen bekannten Spielen beteiligt. Das Team unterstützte einen großen Teil der bisherigen Assassin’s-Creed-Produktionen und leitete die Entwicklung von Assassin’s Creed Black Flag Resynced sowie Skull and Bones. Welche konkreten Teams oder Projekte von den 70 Stellen betroffen sind, wurde bislang nicht näher aufgeschlüsselt. Klar ist jedoch, dass die Maßnahmen beide Standorte vor erhebliche Veränderungen stellen: RedLynx kämpft um seinen Fortbestand, während Singapur mit einer kleineren Belegschaft weiterarbeiten soll.
FAQ zu den geplanten Ubisoft-Einschnitten
Welches Studio könnte Ubisoft schließen?
Das finnische Studio RedLynx in Helsinki, bekannt durch die „Trials“-Reihe.
Wie viele Arbeitsplätze sind bei RedLynx betroffen?
Von einer möglichen Schließung könnten bis zu 52 Beschäftigte betroffen sein.
Ist die Schließung von RedLynx bereits beschlossen?
Nein. Zunächst sind in Finnland vorgeschriebene Verhandlungen mit der Belegschaft erforderlich.
Was passiert bei Ubisoft Singapore?
Der Standort soll umstrukturiert und verkleinert werden. Dabei sind 70 Stellen betroffen. Das Studio bleibt bestehen.
Wie viele Stellen sind insgesamt betroffen?
Zusammengenommen geht es um bis zu 122 Stellen bei beiden Studios.
Welche Spiele entwickelte RedLynx?
Das Studio ist vor allem für Trials HD, Trials Evolution, Trials Fusion und Trials Rising bekannt.
An welchen bekannten Spielen arbeitet Ubisoft Singapore?
Das Studio war an zahlreichen Assassin’s-Creed-Spielen beteiligt und leitete unter anderem Skull and Bones sowie Assassin’s Creed Black Flag Resynced.
Warum baut Ubisoft seine Studios um?
Der Publisher überprüft die zukünftige Ausrichtung seiner Standorte, laufende Projekte und die langfristige Tragfähigkeit der jeweiligen Teams.






















