Das Kino kehrt derzeit Schritt für Schritt nach Mittelerde zurück. Mit „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum“ entsteht bereits der nächste große Realfilm aus Tolkiens Welt. Andy Serkis führt Regie und übernimmt erneut die Rolle des Gollum, während Peter Jackson gemeinsam mit Fran Walsh und Philippa Boyens als Produzent beteiligt ist. Die Produktion läuft seit Juli in Neuseeland, der Kinostart ist für den 17. Dezember 2027 vorgesehen.

Parallel dazu kündigten Warner Bros. und New Line Cinema im Frühjahr ein weiteres Projekt an. „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ sollte die Filmwelt in eine bislang nicht verfilmte Ecke von Mittelerde führen. Nach aktuellen Berichten gerät dieser Plan nun jedoch durch den Umbruch bei Warner ins Wanken.

Ein neues Kapitel für Mittelerde gerät ins Stocken

Für Aufmerksamkeit sorgte das Projekt schon bei seiner Ankündigung. Stephen Colbert, sein Sohn und Drehbuchautor Peter McGee sowie „Herr der Ringe“-Veteranin Philippa Boyens arbeiten gemeinsam am Skript. Peter Jackson stellte Colbert im März persönlich als Partner des Projekts vor.

Die Geschichte soll sich unter anderem Material aus „Die Gefährten“ widmen, das Jacksons ursprüngliche Trilogie ausgelassen hat. Dazu gehören der Alte Wald, die Hügelgräberhöhen und die Begegnung mit Tom Bombadil. Als Rahmen dient eine spätere Handlung: Sam, Merry und Pippin kehren zu den Anfängen ihres damaligen Abenteuers zurück, während Sams Tochter Elanor einem lange verborgenen Geheimnis nachgeht.

Der Warner-Umbau könnte über die Zukunft entscheiden

Genau hier kommt die aktuelle Unternehmenssituation ins Spiel. Paramount Skydance steht vor dem Abschluss der Übernahme von Warner Bros. Discovery; laut den offiziellen Angaben soll die Transaktion am 6. Oktober 2026 abgeschlossen werden. Das neue Unternehmen soll unter dem Namen Skydance auftreten.

Nach einem Bericht von Knight Edge Media hat die neue Führung die Entwicklung von „Shadow of the Past“ ausgebremst. Demnach arbeitet das Team zwar weiter am Drehbuch, ein Produktionsstart steht aber vorerst nicht an. Warner Bros. bestätigte gegenüber dem Medium anschließend, dass der Film nicht gestrichen wurde und sich weiterhin in Entwicklung befindet. Damit ist „auf Eis gelegt“ derzeit eher als Entwicklungsstopp beziehungsweise Verzögerung zu verstehen, nicht als endgültiges Aus.

Als möglicher Grund gilt laut dem Bericht außerdem, dass die neue Führung zunächst abwarten möchte, wie erfolgreich „The Hunt for Gollum“ an den Kinokassen abschneidet. Eine offizielle Bestätigung dieses Motivs gibt es bislang nicht. Der bereits laufende Gollum-Film selbst soll von den Veränderungen nicht betroffen sein.

Für „Shadow of the Past“ bedeutet das vor allem eines: Einen konkreten Kinostart gibt es ohnehin noch nicht, und auch ein Drehtermin steht aktuell nicht fest. Das Projekt bleibt damit Teil der Zukunftspläne für Mittelerde, besitzt aber offenbar keine unmittelbare Produktionspriorität.

FAQ zu „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“

Wann wurde der Film angekündigt?
Warner Bros. stellte das Projekt im März 2026 gemeinsam mit Stephen Colbert und Peter Jackson vor.

Wer schreibt das Drehbuch?
Stephen Colbert arbeitet mit seinem Sohn Peter McGee und „Herr der Ringe“-Autorin Philippa Boyens am Skript.

Ist Peter Jackson wieder beteiligt?
Ja. Jackson gehört zum kreativen Umfeld des Projekts und produzierte bereits die ursprüngliche Filmtrilogie.

Worum geht es in „Shadow of the Past“?
Die geplante Geschichte verbindet eine spätere Handlung mit Material aus Tolkiens „Die Gefährten“, das Jackson nicht verfilmte.

Kommt Tom Bombadil vor?
Das Projekt soll sich unter anderem mit den frühen Kapiteln rund um Tom Bombadil und die Hügelgräberhöhen beschäftigen.

Ist der Film abgesagt?
Nein. Warner Bros. hat bestätigt, dass das Projekt weiterentwickelt wird.

Wann startet „The Hunt for Gollum“?
Der Film von Andy Serkis soll am 17. Dezember 2027 in die Kinos kommen.

Gibt es schon einen Kinostart für „Shadow of the Past“?
Nein. Auch ein konkreter Produktionsbeginn steht derzeit nicht fest.

Bildquellen:

  • Titel: Minas Tirith
    Quelle: via New Line Cinema
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