
Die Spielebranche erlebt seit Monaten eine Phase der Konsolidierung. Große Publisher reduzieren Kosten, Studios werden umgebaut oder geschlossen. In diesem angespannten Umfeld geraten auch etablierte Entwickler unter Druck – selbst solche mit langer Geschichte und bekannten Marken.
Aktuell trifft es besonders Eidos Montréal. Das Studio steht nicht nur vor einem erneuten Stellenabbau, sondern verliert gleichzeitig eine zentrale Führungsperson. Die Entwicklungen werfen Fragen zur Zukunft laufender Projekte auf.
„Nicht die Leistung, sondern die Struktur“ – erneute Entlassungswelle trifft das Studio
Rund 124 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Offiziell begründet das Studio den Schritt mit „veränderten Projektanforderungen“. Damit setzt sich eine Reihe von Einschnitten fort, die bereits seit der Übernahme durch die Embracer Group im Jahr 2022 sichtbar ist.
Schon in den vergangenen Jahren kommt es mehrfach zu Kürzungen. Die aktuelle Maßnahme fällt jedoch besonders deutlich aus und betrifft nahezu alle Bereiche der Entwicklung. Für viele Betroffene kommt sie in einer Phase, in der sie an großen Produktionen beteiligt sind.
Das Studio arbeitet unter anderem unterstützend an Projekten wie Fable sowie Grounded 2. Weniger Personal bedeutet hier zwangsläufig weniger Kapazität – insbesondere bei Aufgaben wie Feinschliff, Testing und Content-Produktion.
„Führungsvakuum zur Unzeit“ – Abgang von David Anfossi verstärkt die Unsicherheit
Parallel zu den Entlassungen verlässt auch David Anfossi das Unternehmen. Der Schritt erfolgt überraschend und ohne unmittelbare Nachfolge. Stattdessen spricht das Studio lediglich von einem Übergangsprozess.
Anfossi prägt das Studio über Jahre hinweg maßgeblich und steht unter anderem für Titel wie Deus Ex und Shadow of the Tomb Raider. Sein Abgang kommt daher in einer sensiblen Phase, in der strategische Entscheidungen besonders wichtig sind.
Für laufende Projekte bedeutet diese Kombination aus Personalabbau und Führungswechsel zusätzliche Unsicherheit. In der Spieleentwicklung sind klare Strukturen und stabile Teams entscheidend, um ambitionierte Produktionen termingerecht umzusetzen.
Branchenweit zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Werden Ressourcen reduziert, steigt das Risiko für Verzögerungen oder qualitative Kompromisse. Ob und wie stark dies die aktuellen Projekte von Eidos Montréal betrifft, bleibt abzuwarten.
FAQ
Was ist bei Eidos Montréal passiert?
Das Studio entlässt 124 Mitarbeiter und verliert gleichzeitig seinen Leiter David Anfossi.
Warum wurden Mitarbeiter entlassen?
Offiziell spricht das Unternehmen von veränderten Projektanforderungen.
Wer ist David Anfossi?
Er war langjähriger Studioleiter und prägte mehrere große Projekte.
Welche Spiele sind betroffen?
Unter anderem Projekte wie Fable und Grounded 2, an denen das Studio beteiligt ist.
Was bedeutet das für die Entwicklung?
Weniger Personal kann zu Verzögerungen oder Anpassungen im Entwicklungsprozess führen.
Gibt es einen neuen Studioleiter?
Aktuell ist kein direkter Nachfolger bekannt.
Wie passt das in die Branchenentwicklung?
Die Maßnahme ist Teil einer größeren Konsolidierungsphase in der Gaming-Industrie.
Sind zukünftige Projekte gefährdet?
Das lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen, Unsicherheiten bestehen jedoch.


























